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25. Jubiläum von Saxism in der Wendelinskapelle
2001 hat sich das Saxofonquartett Saxism innerhalb der Musikschule Butzbach gegründet anlässlich eines Lehrerkonzertes. Bis heute konzertieren sie an verschiedenen Orten, dabei einmal jährlich in einem Künstlerkonzert der Musikschule Butzbach und bezeichnen die Wendelinskapelle als ihr zweites Wohnzimmer. Und natürlich liegt es nahe, dort dann auch das Jubiläum eines Vierteljahrhunderts zu begehen. Sonst stehen die Veranstaltungen immer unter einem Motto wie „Saxism meets Classic“, „Rock & Pop“ oder „SAXISM – Jahreskalender“. Diesmal stand „Best of Saxism“ auf dem Programm und so erwartete die Zuhörenden eine vielfältige Auswahl an Stücken der vergangenen Jahre. Komponisten wie Georg Friedrich Händel oder Johann Sebastian Bach waren aus der sogenannten Klassik ebenso vertreten, wie Felix Mendelssohn-Bartholdy mit einem „Lied ohne Worte“, in welchem die Musik gefühlvoll für sich selbst spricht.
Eine feste Besetzung spielt Saxism mit Martin Zörb am Sopran- oder Altsaxofon, Andreas Tröster als Altsaxofonist, Alexander Fischer mit dem Tenorsaxofon und Bernd Niesner mit seinem schwarzen, immer mal wieder bewusst als „Schiffssirene“ eingesetzten Baritonsaxofon. So auch bei allen Werken am Jubiläumsabend außer einem: Für „America“ aus der „West Side Story“ von Leonard Bernstein griffen die vier Musiker zu drei B- und einer Bassklarinette und zeigten, dass sie diese Instrumente genauso hervorragend beherrschen wie ihre Saxofone und brachten damit einen weicheren Klang in die Wendelinskapelle. Im Kontrast improvisierte dann besonders „rotzig“ Alexander Fischer auf dem Tenorsaxofon beim „St. Louis Blues“ im Arrangement von Bill Holcombe.
Ihre rhythmische Präzision bewiesen die vier Künstler beim fast schon an Neue Musik erinnernden „Touch Wood“ von Axel Müller, Saxofonist bei BAP. Das Stück beginnt mit einem Schnipsen durch die Spieler, was den rhythmischen, aus kurzen Tönen in weit auseinanderliegenden Intervallen und von Instrument zu Instrument springenden Motiven einen Rahmen gibt. Dazwischen melodische Teile mit lang ausgehaltenen Tönen und einem wirkungsvollen Altsaxofonsolo von Andreas Tröster.
Nach der Pause verteilten sich die Musiker über die Wendelinskapelle mit „Sphärische Klänge“. Konnte man zuerst die Instrumente abwechselnd hintereinander hören, so verdichte sich das Stück und endete in einem Ausschnitt aus Gustav Holsts berühmten Orchesterwerk „Die Planeten“. Als Geggensatz dazu erklang übergangslos „Ulla in Africa“ von Heiner Wiberny, ein sehr grooviges Stück in welchem die vier Künstler ihre große Virtuosität bewiesen.
Wie ausdrucksstark das Quartett ist, bewies Saxism mit weiteren Stilrichtungen wie u.a. Ragtime, Big Band-Swing und Musical. Für ein tolles Konzert gab es stehende Ovationen und somit auch weitere Zugaben, darunter die „Bohemian Rhapsodie“ von Queen und „In the Mood“ von Glenn Miller.